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"Der Funke" - Atomwaffen raus
aus Büchel

Hiroshima und Nagasaki mahnen:
Atomwaffen raus aus Büchel
Abzug statt Modernisierung!

Am 6. August 1945 wurde erstmals durch eine US- Atombombe eine bewohnte Stadt komplett zerstört.

Zehntausende waren sofort tot, 140.000 bis zum Jahresende. Drei Tage später folgte der Abwurf auf die japanische Stadt Nagasaki mit 70.000 Toten

Die Gefahr eines atomaren Infernos ist nicht gebannt. Derzeit haben neun Staaten ca. 17.000 Atomwaffen.

Der Atomwaffensperrvertrag verlangt vergeblich die „allgemeine und vollständige Abrüstung“, aber die Atommächte modernisieren statt abzurüsten. So auch die 20 B-61-Atomwaffen in Büchel. Sie sollen zielgenauer, treffsicherer, für nukleare Erstschläge geeigneter werden. Das gilt für ca. 200 Atombomben bei uns, in den Niederlanden, Belgien, Italien und der Türkei.

YouTube - mündlicher Bericht eines Überlebenden eines Atombombenabwurfs

weiterlesen auf PDF - Der Funke 06.August 2016
"Der Funke" - Gegen Agenda 2010
in Blau Weiß Rot

Gegen Agenda 2010
in Blau Weiß Rot

Millionen verteidigen Arbeiter- und Gewerkschaftsrechte in Frankreich – und damit auch unsere in Deutschland!

Seit Monaten reißen die Proteste in Frankreich nicht ab. So waren z.B. am 31. März schon 1,2 Millionen Menschen in 260 Städten auf der Straße.

Studentinnen und Studenten, Schülerinnen und Schüler, Lohnabhängige, Beschäftigungslose und Rentnerinnen und Rentner, die Gewerkschaften CGT, FO, FSU, Solidaires, UNEF, UNL und FIDL wehren sich gegen das, was in unseren Medien verharmlosend „Arbeitsmarktreform“ genannt wird.

Linke Parteien, voran die Kommunistische, unterstützen sie dabei gegen das Vorhaben der „Sozialisten“, der Schwesterpartei der SPD.

weiterlesen auf PDF - Funke Extra 20.Juli 2016
"Der Funke" - Internationaler
Frauentag 2016

Erste Wahleinschätzung der DKP Rheinland-Pfalz
zur Landtagswahl 2016

Vor einem Jahr laut Umfragen noch 10% hinter der CDU, hat die SPD Rheinland-Pfalz unter Führung von Malu Dreyer mit 36,2% Julia Klöckner und ihre CDU mit 31,8% fast 5% hinter sich gelassen.

Ihr bisheriger Koalitionspartner, die Grünen, verloren 2/3 ihrer Wählerschaft und kamen noch hinter der wieder in den Landtag eingezogenen FDP (6,2%) mit 5,3% ins Parlament. Rot / Grün verlor die Regierungsmehrheit.

An der 5%- Hürde scheiterte die LINKE deutlich mit 2,8% ( - 0,2%). Mit 12,6% wird die AfD in den Landtag einziehen. Rund 5% entfielen auf andere, darunter 1,5% auf 5 rechte bis offen faschistische Parteien. Mit über 70% lag die Wahlbeteiligung rund 9% höher als 2011.

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Es gilt, die linken Kräfte zu stärken!

Die Bad Kreuznacher DKP beschloß während ihrer Mitgliederversammlung am 11. Januar 2016, auch ohne eigene Kandidatur in den Landtagswahlkampf 2016 einzugreifen.

Zugleich richtet sie einen gleichlautenden Antrag an die Bezirksmitgliederversammlung der Rheinland-Pfälzischen DKP am 31.01.2016

Ziele, zu deren Erreichung sie ihren Beitrag leisten will, sind dabei:

  • Der Einzug rechtspopulistischer Organisationen wie der AfD und offen faschistischer Kräfte in den Landtag von Rheinland-Pfalz muß verhindert werden.

  • Eine Rechtswende mit Julia Klöckner als Ministerpräsidentin darf es nicht geben.

  • Um Klöckner zu stoppen, reicht es nicht, Dreyer zu wählen.

  • Rheinland-Pfalz braucht eine linke Opposition im Landtag und auf der Straße.

  • Es gilt, die linken Kräfte zu stärken, für den Kampf um ein Rheinland-Pfalz als Land des Friedens statt als Flugzeugträger der NATO, für sozialen, demokratischen, emanzipatorischen und ökologischen Fortschritt und gegen alle Formen des Rassismus und Faschismus.

  • Die DKP ruft dazu auf, am 13. März die Kandidatinnen und Kandidaten sowie die Landesliste der LINKEN zu wählen.

    Die Positionen der DKP zu Fragen der Landtagswahlen 2016
    Örtliche Proteste gegen die deutsche Beteiligung am Krieg in Syrien.

    Auch in Bad Kreuznach gab und gibt es Proteste gegen die Beteiligung der Bundeswehr am Krieg in Syrien. Den Auftakt bildete eine Kundgebung am Vorabend des diesbezüglichen Bundestagsbeschlusses, zu der Annette Bauer (u.a. Vorsitzende des Beirats für Migration und Integration des Bad Kreuznacher Stadtrats) und Volker Metzroth (u.a. Pressesprecher des DGB vor Ort) als Privatpersonen aufgerufen hatten.

    Neben ihnen sprachen dort auch Edgar Brakhuis (Erster Bevollmächtigter der IGM) und Hüseyin Kaya (seit Jahrzehnten als Gewerkschafter und Leitungsmitglied von Migrantenorganisationen) zu den rund 60 Versammelten. Beide Tageszeitungen waren mit Reportern anwesend und berichteten über die Aktion.

    Funke Extra 12/15 PDF

    Mehr dazu auch unter kommunisten.de.
    „Da muss man doch etwas tun!“ - Kein Kriegseinsatz in Syrien!


    Eigenständige Aktionen der Bad Kreuznacher DKP

    Die Bad Kreuznacher DKP führte darüber hinaus zwei öffentliche Aktionen durch. Am 11. Dezember gingen Mitglieder und Freunde in die lokale Fußgängerzone und verteilten mehrere Hundert Flugblätter „FUNKE extra“ mit der Forderung: Keine deutsche Kriegsbeteiligung in Syrien! Wie schon seit vielen Jahren üblich hatten sie sich dabei selbstgemalt Pappschilder umgehängt mit der gleichen Forderung und den Buchstaben „DKP-KH“.

    Als Kriegsgegner so auch Entfernung erkenntlich, konnten nicht wenige Gespräche mit Passanten geführt werden. Der mündliche Hinweis „es geht gegen den Kriegseinsatz in Syrien“ lies viele zunächst Zögernde dann doch zugreifen. Notorische Flugblattwegwerfer nehmen zumeist keine an, wenn sie auf den Schildern sehen, daß die von den örtlichen Kommunist*innen sind.


    Flugblattverteilung vor Metallbetrieb

    Am 15. Dezember hieß es dann früh raus und ab 6:00 Uhr Uhr den FUNKEN extra an die Belegschaft der Schneider Optik verteilen. Dort sind die Mitglieder der Bad Kreuznacher DKP schon seit langen Jahren bekannt als jene, von denen ein Kollege auf die Frage eines anderen: „Sind denn Wahlen?“ dort mal sagte: „Die kommen auch, wenn keine Wahlen sind“.

    Gemessen an dem, was notwendig wäre für eine Abkehr von der Kriegspolitik, waren diese beiden Aktionen sicher nur Tropfen auf den heißen Stein. Aber gemessen an den derzeitigen finanziellen und personellen Möglichkeiten der Bad Kreuznacher DKP mit nicht vielen Mitglieder und einer kleinen Anzahl helfender Nichtmitglieder zwei Aktionen mit denen es gelang, einigen Hundert Menschen Gelegenheit zu geben, sich mit oppositionellen Positionen zur Kriegsbeteiligung vertraut zu machen.

    Krassni Medwed


    Hiroshima und Nagasaki mahnen – Atomwaffen raus aus Büchel

    „Hiroshima und Nagasaki mahnen – Atomwaffen raus aus Büchel“ forderten Mitglieder und Freunde der Bad Kreuznacher DKP am Nachmittag des 7. August in der Fußgängerzone der Badestadt.

    Sie erinnerten mit 300 verteilten Extras ihrer Stadtzeitung „der funke“ und einem halben Dutzend selbstgemalter Umhängeschilder daran, daß auf dem rund 100 Kilometer entfernten Luftwaffenstützpunkt Büchel in der Eifel 20 US-amerikanische Atombomben gelagert werden.

    „Abzug statt Modernisierung“ war auch 2015 die Forderung, nachdem im Vorjahr bekannt geworden war, daß die Massenvernichtungsmittel vom Typ B-61 mit neuen Lenksystemen ausgestattet werden sollen, die sie zum Erstschlag gegen verbunkerte Ziele prädestinieren.

    70 Millionen Euro soll das nach Medienmeldungen den deutschen Steuerzahler kosten. Eingesetzt werden sollen diese Atombomben im „Ernstfall“ von deutschen Kampfflugzeugen im Rahmen der sogenannten atomaren Teilhabe.

    Die Aktionen der Bad Kreuznacher DKP zu den Jahrestagen der Atombombenabwürfe auf japanische Städte haben eine lange Tradition, die auch aktuelle Temperaturen von fast 40 Grad nicht unterbrechen konnten.

    Auch das Auftreten mit selbstgemachten Umhängeschildern, vor Jahren aus der Not geboren wegen horrender Gebühren für Infostände, bewährte sich wieder. Passanten sehen sofort, wer da steht und um was es geht, einige suchen das Gespräch, notorische Flugblattwegwerfer nehmen erst gar keine.

    Im „funke“ wurde darauf hingewiesen, daß die Verurteilung des Atombombeneinsatzes als militärisch nicht gerechtfertigten barbarischen Aktes und Machtdemonstration gegenüber der Sowjet-Union, langjährig als kommunistische Propaganda abgetan, auch in den Mainstream-Medien mittlerweile als bewiesen gilt.

    Angesichts der Gefahr einer Ausweitung des Ukrainekonflikts schrieben die Bad Kreuznacher Kommunist*innen: „Uns genügt es nicht, nach weiteren 70 Jahren als die zu gelten, die damals doch Recht hatten. Auch deshalb gehen wir hier und heute auf Bad Kreuznachs Straßen für eine totale atomare Abrüstung.

    Wir beanspruchen hier kein Monopol: werden auch Sie aktiv für Frieden und Abrüstung, in Ihrer Partei, Gewerkschaft, Kirchengemeinde usw.“

    Volker Metzroth


    Griechenland - Eine Chance für Europa ?

    Ernst zu nehmende Ökonomen gehen davon aus, daß Griechenland ohne einen radikalen Schuldenschnitt wirtschaftlich nicht mehr auf die Beine kommt, und erinnern daran, daß Deutschland 1952 auch ein Großteil der Schulden erlassen wurde.

    Es geht aber der deutschen Regierung, der EU, der EZB und dem IWF gar nicht mehr darum, was wirtschaftlich vernünftig wäre. Sie wollen ihren Kurs, den Lebensstandard der Arbeitenden, der Rentner und der Jugend zu senken, fortführen.

    Ob mit der Agenda-Politik in Deutschland oder der Politik der „Memoranden“ in Griechenland, vom Sozialabbau bis zur humanitären Katastrophe, Hauptsache, die Exportwirtschaft boomt, Profite und Dividenden steigen.

    DER FUNKE EXTRA 7. Juli 2015 zum Download als PDF-Datei


    Internationaler Frauentag 2015

    Die DKP Bad Kreuznach gratuliert allen Kolleginnen und Genossinnen zum Internationalen Frauentag am 8.März

    Wie in den letzten Jahren überreichen wir den Kolleginnen hier vor dem Werkstor als Gruß eine rote Nelke.

    Dieser FUNKE liegt einer UZ-Extra bei, in der u.a. Artikel zu den Themen „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“, „Das bißchen Haushalt ...“ , „Frau als Ware“ und weitere abgedruckt sind, aber nicht nur für Frauen.

    DER FUNKE EXTRA 6. März 2015 zum Download als PDF-Datei


    Rashid Ghewilieb von der irakischen KP informierte über die aktuelle Situation an Euphrat und Tigris.

    Die DKP Bad Kreuznach hat in den vergangenen Jahren immer wieder Veranstaltungen mit mit Gästen aus dem Ausland oder hier lebenden Migranten zur Situation in ihrer Heimat organisiert.

    Für Kreuznacher Verhältnisse war das Interesse immer groß, es kamen bis zu 39 Menschen am 1. November 2014.

    Damals hatte die DKP eine kubanische Genossin zu Gast. 18 Besucherinnen und Besuchern bei weniger als einer Woche Einladungsfrist am 6. Oktober zeugten auch hier wieder großem Interesse. Unten folgt ein Bericht über diese Veranstaltung.

    Für den 12. November lädt die DKP Bad Kreuznach wieder ein. Dann wird ein Gast über seine aktuellen Erlebnisse und Erfahrungen in Kurdistan berichten. Näheres folgt anfangs November.

    Bericht über die Veranstaltung mit Rashid Ghewilieb (PDF)


    Irak, ISIS, Kurden und die
    wahre Verantwortung des "Westens“


    mit Rashid Ghewilib, Mitglied der irakischen KP

    Vortragsveranstaltung am 6. Oktober 2014, 19 Uhr,
    Wassersümpfchen 23, 55543 Bad Kreuznach

    Massenfluchten von Yesiden, Kurden, Schiiten und anderen Minderheiten vor dem „Islamischen Staat“, Filme von hingerichteten westlichen Geiseln und dergleichen mehr schrecken täglich auch die Menschen in Europa auf.

    Unter dem Vorwand, helfen zu müssen, verwarfen CDU und SPD eine der Lehren aus unserer Geschichte: keine deutschen Waffen in Kriegsgebiete zu liefern.

    Lange waren ISIS bzw. IS vom Westen billigend hingenommene Unterstützer im Kampf um einen Regimewechsel in Syrien, offensichtlich von der Türkei und einigen Golfstaaten aus massiv unterstützt. Massaker, z.B. an gefangenen syrischen Soldaten, regten hierzulande kaum jemanden wirklich auf. Ihre Existenz verdanken diese Terroristen auch westlicher Politik.

    Die USA und ihre jeweiligen Verbündeten haben mit ihrer offenen oder verdeckten Intervention nicht nur in Afghanistan, Irak und Syrien die ganze Region nachhaltig destabilisiert, um ihre Öl- und machtpolitischen Interessen durchzusetzen. Die schon unter diversen Diktatoren inhumanen Lebensbedingungen wurden enorm verschlechtert. Eine weitere Folge davon sind Flüchtlingsströme, ein kleiner Teil davon in Richtung Europa das sich gegen Hilfesuchende weitgehend abschottet.

    Aus der Sicht eines irakischen Kommunisten, der seit langen Jahren in Deutschland lebt, wird Rashid Ghewilib die Situation insbesondere im Irak darlegen und zur Diskussion stellen. Alle Interessierten sind eingeladen, Eintrittsgeld wird nicht erhoben. Die Veranstaltung wird spätestens um 21:15 Uhr beendet werden.


    Mahnwache für 700 im Mittelmeer ertrunkene Flüchtlinge

    Am Dienstag, dem 16. September, trafen sich Menschen aus Bad Kreuznach und Umgebung zu einer Mahnwache für 700 im Mittelmeer ertrunkene Flüchtlinge.

    Trauer um die vielen Toten, um Frauen, Kinder und Männer, Alte und Junge, aber auch Zorn wegen einer Flüchtlingspolitik, die Europa abschottet, bewegten sie.

    Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien, nirgends brachten Kriege und schon gar nicht das militärische Eingreifen des "Westens", ob verdeckt oder offen, eine Verbesserung der Lage der Menschen, im Gegenteil.

    Deutsche Politiker parlieren gerne von der angeblich gewachsenen Verantwortung Deutschlands, schicken Waffen und Soldaten um den Globus. Mit den auch dadurch provozierten Flüchtlingsströmen wollen sie aber nix zu tun haben.

    Sehr viele waren es nicht, nur knapp 24 Stunden Vorbereitungszeit reichten wohl nicht, um "Massen" zu mobilisieren, einige, die immer dabei sind, hatten andere wichtige Termine.
    Aber besser mit wenigen ein Zeichen setzen als nix tun.



    Der Funke - August 2014:

    Hiroshima und Nagasaki mahnen:
    Atomwaffen raus aus Büchel!
    Abzug statt Modernisierung!
    Schlachthaus Gaza - Stoppt die Kriege!

    EEG-Abgabe:
    Auch in Bad Kreuznach subventionieren die Kleinen die Großen

    Was haben 15 namentlich genannte Firmen in und um Bad Kreuznach gemein? Sie sind als “privilegierte Letztverbraucher”, sprich als Großverbraucher und Stromfresser von der EEG-Abgabe befreit.
    Windräder bei Woellstein

    Was haben vier fiktive Rentner, Studenten, Langzeitarbeitslose und Niedriglöhner aus Bad Kreuznach und Umgebung gemein? Sie sind, wie zig Millionen andere im Land, “nicht privilegierte Letztverbraucher” und bezahlen ab Januar 6,24 Cent EEG-Abgabe pro genutzter einer Kilowattstunde elektrischer Energie, derzeit 5,28.

    Sie subventionieren damit mit den 15 genannten Firmen in der Region 2.295 “Abnahmestellen” von 1.716 Firmen, darunter multinationale Öl- und Energiekonzerne wie Exxon und Vattenfall (Stand Dez. 2013).

    Arbeitsplätze soll das sichern sagen die, die für jede Steigerung ihrer Aktienkurse bedenkenlos Arbeitsplätze abbauen.

    Gut und richtig findet das ein Ziegelbrenner und CDUler aus der Region, der in einem Leserbrief meint, das sei ja nur ein Weizenbier oder eine Schachtel Zigaretten wert, was private Verbraucher da aufbringen müßten. So kann denn auch der Langzeitarbeitslose, in dessen Regelsatz für Bier und Tabak kein Cent enthalten ist, sich was vom Mund absparen und dem Boß monatlich mal einen ausgeben.
    Der Funke Dez 2013
    Online-PDF

    Mehr als einen ausgeben dürfen die Stromkunden auch den Grundstücksbesitzern, die für die Umstellung von Rüben auf Windräder jetzt bis zu 55.000 Euro Jahrespacht bekommen statt früher nur einigen Hundert.

    Wenn Strom nicht mehr bezahlbar sein wird für viele, dann wird diese Form der Energiewende jenen politisch nützen, die ohne Rücksicht auf das Klima weiter Kohle, Öl und Gas verfeuern wollen.

    Das alles steht, wenn auch ausführlicher, im FUNKE extra der DKP Bad Kreuznach, der anfangs Dezember erschien. Dort wird auch die Frage gestellt, warum Kleinverbraucher für die Energiewende zahlen müssen, während über 100 Milliarden Profite der vier großen Stromkonzerne unangetastet bleiben. Was alle brauchen, muß allen gehören, in öffentliche Hände, statt in die privater Profiteure



    9. November: Die Rote Fahne weht am Kreuznacher Stadthaus

    ... so hätte der Untertitel zu diesem Bild von vor 95 Jahren heißen können.

    Auch in Bad Kreuznach, wo jahrelang das kaiserliche Hauptquartier war, von dem aus das Verbrechen des Krieges gelenkt wurde, erhoben sich revolutionäre Soldaten und setzten ein Zeichen.

    Die Novemberrevolution wurde verraten, insbesondere von Teilen der sozialdemokratischen Führer, die auch nicht davor zurückschreckten, ihre eigenen Anhänger von reaktionären Freikorps niederschießen zu lassen. Die Freikorps, das waren auch die Keimzellen von SA und SS.

    Ein Großteil der Sozialdemokraten (das Wort stand damals für Menschen, die den Kapitalismus überwinden und den Sozialismus aufbauen wollten) nahm die Losung "der Sozialismus marschiert" ernst, wollte sie umgesetzt sehen, die Umsetzung in die eigenen Hände nehmen. Aber Ebert haßte ja die Revolution, nach eigenen Worten, wie die Sünde.

    Die KPD wurde erst Wochen später gegründet, ihre Führer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gut zwei Monate später von Freikorps ermordet. Als sie zur Massenpartei geworden war, gab es keine revolutionäre Situation mehr.

    Dennoch:
    Es wurden bleibende Erfolge erkämpft, nicht nur die Abschaffung der Monarchie, das Frauenwahlrecht, auch der gesetzliche 8-Stunden-Tag, Betriebsräte und rechtlich verbindliche Tarifverträge sind Errungenschaften der Novemberrevolution. Errungenschaften, die wir nicht erst heute immer wieder verteidigen müssen; denn die wirklich Herrschenden wurden nicht entmachtet, sie ließen sich auch noch nie abwählen.

    Und leichter ist der Kampf seit dem 9.11.1989 nicht geworden, seit das Kapital glaubt, endgültig gewonnen zu haben.

    Eine siegreiche Novemberrevolution hätte auch den 9.11.1938, die Pogromnacht verhindert. Auch in Bad Kreuznach wurde die Synagoge geschändet, drangen Horden, die vertiert zu nennen eine Beleidigung für alle Tiere wäre, in Häuser und Wohnungen ein. Unsere schon lange verstorbene Genossin Hildegard Schäfer schilderte nicht nur uns, wie sie miterleben mußte, daß Nazis, darunter ein Cousin, ins Haus eindrangen, ihre Mutter zur Seite stießen und dann die Wohnung ihrer jüdischen Mitbewohner in der Wilhelmstraße verwüsteten, Mobiliar aus den Fenstern warfen und die Menschen schlugen.

    Die Soldaten vor dem Kreuznacher Stadthaus standen für eine Welt des Friedens, ohne Kapitalismus, Rassismus und Faschismus. Wir stehen in ihrer guten Tradition, gemeinsam mit anderen linken, fortschrittlichen und humanistischen Menschen

    Volker Metzroth